Viele Mitmenschen fragen mich immer wieder: „Was macht ein Goldschmied eigentlich?“

Nun: Oft suchen wir kleinere Edelsteine oder Metalle irgendwo im nirgendwo.  Diese sind doch oft sehr launisch und verschwinden plötzlich spurlos irgendwo im Atelier. Wie kleine Kinder, welche verstecken spielen wollen. So suchen wir den Ganzen Raum, Boden und Arbeitsplatz ab, bis wir alles wieder beisammen haben.

Goldschmiede sind also halbe Detektive mit besonderen Fähigkeiten für Edelmetall. Wer glaubt, als Goldschmied hätte man es nur mit Glanz und Glemmer zu tun, irrt sich. Oft sind wir schmutzig, verstaubt, mit Metall übergossen  und dabei natürlich völlig Happy. Wir erschaffen neue Schmuckstücke aus Draht und Blech, formen, biegen, schleifen und polieren bis uns die Finger schmerzen. Dabei haben wir nur ein Ziel: „uns und unseren Kunden Freude zu schenken“.

Gute Goldschmiede – so behaupte ich – können Ihren Beruf nur ausüben, wenn sie nach all den Jahren immer noch den Reiz in dem Edelmetall spüren. Die Freude der Menschen, die Sie jeden Tag aufs neue Vorantreiben. Das Funkeln deren Augen stärker ist, als das der Diamanten in Ihren Schmuckstücken. Die Kreativität keine Grenzen spürt und der Schmutz während der Arbeit sich mit dem Sauerstoff des eigenen Atems verschmelzt.

Ich von meiner Seite kann behaupten: Ich liebe meinen Job. Die Abwechslung, die Herausforderungen und Freude zu bereiten, die verschiedenen Materialien, die verschiedenen Techniken, die Werkzeuge und schlussendlich auch das Suchen nach kleinsten Edelsteinen am Boden oder im Fell (ok, das mag ich weniger..;) )

Nun: Auch hier möchte ich euch mit ein paar Fotos gerne einen Einblick in die Welt der Goldschmiede verschaffen.